Sake in Deutschland kaufen –
Worauf kommt es an?
Sake ist ein traditionelles alkoholisches Getränk aus Japan, das durch die Fermentation von poliertem Reis hergestellt wird. Mit einem Alkoholgehalt von etwa 15–20 Volumenprozent erfreut sich Sake auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Doch beim Kauf von Sake in Deutschland gibt es einige wesentliche Aspekte zu beachten, um ein authentisches und qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten.
Die Vielfalt des Sake: Kategorien und Qualitätsstufen
Sake wird in verschiedene Kategorien unterteilt, die sich hauptsächlich durch den Poliergrad des Reises und die Herstellungsmethode unterscheiden. Der Poliergrad gibt an, wie viel Prozent des ursprünglichen Reiskorns entfernt wurden. Je höher der Poliergrad, desto feiner und aromatischer ist in der Regel der Sake.
Die Hauptkategorien sind:
Futsū-shu (普通酒): Gewöhnlicher Sake ohne besondere Anforderungen an den Poliergrad.
Honjōzō (本醸造): Sake mit einem Poliergrad von mindestens 70%, dem eine geringe Menge destillierten Alkohols zugesetzt wird, um den Geschmack zu verfeinern.
Junmai (純米): Reiner Reissake ohne Zusatz von Alkohol, wobei der Poliergrad variieren kann.
Ginjo (吟醸): Sake mit einem Poliergrad von mindestens 60%, der einen fruchtigen und leichten Geschmack aufweist.
Daiginjo (大吟醸): Sake mit einem Poliergrad von mindestens 50%, der besonders aromatisch und hochwertig ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Begriffe "Junmai" und "Honjōzō" die Art der Herstellung beschreiben, während "Ginjo" und "Daiginjo" den Poliergrad des Reises angeben. Ein "Junmai Daiginjo" wäre demnach ein Sake ohne Alkoholzusatz und mit einem Poliergrad von mindestens 50%.
Sake-Etiketten verstehen: Worauf sollte man achten?
Beim Kauf von Sake in Deutschland sind die Etiketten entscheidend, um die Qualität und den Stil des Sakes zu bestimmen. Wichtige Informationen auf dem Etikett sind:
Kategorie: Begriffe wie "Junmai", "Ginjo" oder "Daiginjo" geben Aufschluss über den Poliergrad und die Herstellungsmethode.
Poliergrad (精米歩合, Seimai Buai): Dieser Wert zeigt, wie viel Prozent des Reiskorns nach dem Polieren übrig bleiben. Ein niedrigerer Wert deutet auf einen höheren Poliergrad hin.
Alkoholgehalt: Meist zwischen 14-16%.
Herkunft: Hochwertige Sake stammen oft aus traditionellen Brauereien in Regionen wie Niigata, Hyogo oder Hiroshima.
Wo kann man Sake in Deutschland kaufen?
Sake ist in Deutschland in spezialisierten Geschäften, Online-Shops und manchmal in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Zu den empfehlenswerten Bezugsquellen gehören:
Japanische Feinkostläden: Hier findet man oft eine große Auswahl an hochwertigen Sake-Sorten.
Online-Shops: Viele Anbieter haben sich auf den Import von Sake spezialisiert und bieten detaillierte Beschreibungen der Produkte, wie www.go-sake.com.
Asiatische Supermärkte: Hier gibt es häufig eine Auswahl an günstigeren Sake-Varianten.
Weinhandlungen: Einige gut sortierte Weinhandlungen bieten hochwertige Sake an.
Sake richtig lagern und servieren
Damit Sake sein Aroma behält, sollte er kühl und dunkel gelagert werden. Besonders empfindliche Sorten wie Daiginjo sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim Servieren ist die Temperatur entscheidend:
Warm (ca. 50°C): Besonders für einfache Sake-Sorten wie Futsū-shu oder Honjōzō geeignet.
Raumtemperatur: Für mittelklassige Sake wie Junmai oder Ginjo.
Gekühlt (10-15°C): Hochwertige Ginjo- und Daiginjo-Sake entfalten so ihr volles Aroma.
Der Kauf von Sake in Deutschland erfordert ein gewisses Grundwissen über die verschiedenen Kategorien, Etiketten und Bezugsquellen. Wer sich für authentischen japanischen Sake interessiert, sollte auf den Poliergrad, die Herstellungsweise und die Herkunft achten. Mit der richtigen Lagerung und Servierweise kann man die besonderen Aromen des Sake optimal genießen. Mehr zum Thema Sake auch in dem Sake Blog .
Bastian Schwithal